Home News Über uns Projekte in Malawi Spenden

© by Breuckmann-Stiftung, 2016 - 2018, Logo by Lisa Lorenz, Quarter to Seven


Home-E
Home Spenden Downloads & Links Datenschutz Kontakt Impressum

Aufklärung über reproduktive und sexuelle Gesundheit für Kinder und Jugendliche

Im Juli d. J. wurde die Planungsphase für ein Kooperationsprojekt mit PLAN begonnen. Inzwischen sind die Ziele und einzelnen Maßnahmen dieses Projektes im Detail definiert, die lokalen Partnerorganisationen ausgewählt, das Budget kalkuliert und ein Projektkoordinator ist bestellt. Somit kann die operative Phase jetzt Anfang Dezember beginnen:

Region:   District Mzimba, siehe Länderkarte, Nr. 13

Laufzeit: Dez.  2018 bis Nov. 2021

Budget:   ca. 1.250.000 €

Welche Ziele wir verfolgen

  Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit sowie der Rechte von Kindern und Jugendlichen

  Stärkung des Bewusstseins für die sexuelle und reproduktive Gesundheit  und Rechte von Kindern für diesen Personenkreis

  Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertiger, jugendfreundlicher und freier Gesundheitsversorgung sowie zu Verhütungsmitteln

Was uns erwartet

In der soeben erschienenen neuen Roten Liste der bedrohten Arten wird auch der Chambo aufgeführt, ein Speisefisch, dessen Population im Malawi-See jetzt vor dem Zusammenbruch steht, nicht zuletzt wegen des zunehmenden Nahrungsbe-darfs einer  rasant wachsenden Bevölkerung,  deren Ernährung zu einem Drittel vom Fischfang im Malawi-See abhängt. Dies zeigt ebenso eindrucksvoll wie bedrückend den verhängnisvollen Zusammenhang zwischen der Ausbeutung von vorhandenen Ressourcen und wachsender Armut und Hunger. Zwar ist die durchschnittliche Geburtenrate in den letzten Jahren von mehr als 6 pro Frau auf nahezu 4 zurückgegangen.  Da in Malawi derzeit aber 46 Prozent der Menschen jünger sind als 15 Jahre, und ein weiteres Viertel der Bevölkerung zwischen 15 und 29 Jahre alt ist, liegt die Bevölkerungswachstumsrate weiterhin bei ca. 3% pro Jahr.

Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage wachsen die Kinder und Jugendlichen meist in Armut und prekären Lebensbedingungen auf. Dies betrifft auch ihre Versorgungslage für Gesundheitsleistungen, die ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte betreffen. Frühe sexuelle Aktivität trotz fehlender Aufklärung und Verhütung trägt u.a. zu einer hohen HIV-Infektionsrate und frühen Schwangerschaften bei. Dies bedeutet insbesondere für Mädchen und junge Frauen ein großes Risiko. 54% aller malawischen Frauen heiraten vor ihrem 18. Geburtstag, 8,8% sogar vor ihrem 15. Diese Tradition der – eigentlich verbotenen – Kinderheirat erhöht das Risiko von früher und ungewollter Schwangerschaft deutlich.

Was wir erreichen wollen

In Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern möchten wir von Plan International und der Breuckmann Stiftung zur Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 - 24 Jahre im District Mzimba beitragen. Mit diesem Projekt wollen wir 55.000 Kindern und Jugendlichen, davon 33.000 Mädchen, Zugang zu alters-gerechten und qualitativ hochwertigen Informationen und Gesundheitsdiensten ermöglichen.

Dafür schulen wir 200 Mitarbeitende der lokalen Gesundheitseinrichtungen wie Ärztinnen oder Krankenschwestern zu jugendfreundlicher, geschlechtssensibler und inklusiver Gesundheitsversorgung. Wir bilden 108 Jugendliche sowie weitere freiwillige GemeindehelferInnen aus, die auch in abgelegenen Gemeinden sexuelle und reproduktive Aufklärung und Bewusstseinsstärkung für Kinder und Jugendliche betreiben.

Um ein Bewusstsein für die negativen Konsequenzen von traditionellen Praktiken wie Kinderheirat zu schaffen, sensibilisieren wir nicht nur die begünstigten Kinder und Jugendliche, sondern auch religiöse und traditionelle Gemeindeautoritäten sowie Eltern für die Bedeutung sexueller und reproduktiver Rechte von Mädchen und Jungen mit und ohne Behinderung. Zudem setzen wir uns dafür ein, dass die Bezirksregierung in Mzimba für eine gesetzliche Verbesserung der Gesundheitsversorgung und sexuellen Aufklärung für die jugendliche Bevölkerung sorgt.