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Derzeitige Wachstumsprognosen gehen davon aus, dass die Bevölkerung von Afrika von heute ca. 1.3 auf 2.5 Milliarden im Jahre 2050 bzw. auf mehr als 4 Milliarden bis Ende dieses Jahrhunderts wachsen wird. Die Folgen dieses ungebremsten Wachstums für die Lebensbedingungen der betroffenen Menschen, für die Gesellschaften in den afrikanischen Ländern und für die dortige Umwelt sind dramatisch.

Dies gilt insbesondere auch für Malawi im Süd-Osten Afrikas. Lebten dort 1950 Jahren noch weniger als 3 Millionen Menschen, so sind es heute, Ende 2019, bereits fast 20 Millionen, wobei der Anteil der Menschen unter 24 Jahren heute bei ca. 66 % liegt. Bei der derzeitigen Bevölkerungswachstumsrate von über 3 % werden im Jahr 2050 bis zu 40 Millionen Menschen in Malawi leben. Malawi ist somit nicht nur eines der ärmsten Länder der Welt, sondern mit einer Geburtenrate von 41 Kindern pro 1000 Personen auch eines der Länder mit dem höchsten Bevölkerungswachstum in Afrika, verbunden mit einer hohen Kinder- und Müttersterblichkeit sowie einer HIV-Infektionsrate von ca. 10 % der Erwachsenen.

Das durchschnittliche Heiratsalter der Frauen beträgt nur etwas mehr als 18 Jahre; fast 30 % der unter 20-jährigen sind bereits Mutter. Nur ca. 32 % der unverheirateten jungen Frauen zwischen 15  und 19 Jahren benutzen moderne Verhütungsmittel; und auch bei den verheirateten Frauen sind es deutlich weniger als 40 %. Somit ist es nicht verwunderlich, dass 72 % der sexuell aktiven Frauen schwanger wurden, wobei fast die Hälfte überhaupt nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt schwanger werden wollten. (Plan International)


Malawi und die Folgen der Überbevölkerung

Kenndatenvergleich

Malawi

Deutschland

Einwohnerzahl in Mio. ( 2017 )

18,6

83,1

prognostizierte Bevölkerung 2050

37,5

83,2

pro Kopf Einkommen in US $

250

47650

Lebenserwartung in Jahren

62,5

81

Geburten pro 1000 Einwohner

41

11

Geburten pro Frau

4,5

1,5

Bevölkerungswachstumsrate

3,3

0

Kindersterblichkeit

pro 1000 Geburten

42

3,5

HIV-Infektionsrate in %

10

0,2

Malawi lebt heute vor allem vom Verkauf landwirtschaftlicher Produkte. Mit zunehmender Bevölkerung steigt zum einen der Eigenverbrauch, zum anderen muss immer mehr landwirtschaftliche Fläche als Lebensraum für die zunehmende Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Beide Faktoren führen dazu, dass das ohnehin bitterarme Land seine wichtigste Einnahmequelle verliert. Zudem steigen der Ressourcenverbrauch und die damit verbundene Umweltbelastung. Auf der Roten Liste der bedrohten Arten wird inzwischen der Chambo aufgeführt, ein Speisefisch, dessen Population im Malawi-See jetzt vor dem Zusammenbruch steht, nicht zuletzt wegen des zunehmenden Nahrungsbedarfs einer  rasant wachsenden Bevölkerung, deren Ernährung zu einem Drittel vom Fischfang im Malawi-See abhängt. Dies zeigt ebenso eindrucksvoll wie bedrückend den verhängnisvollen Zusammenhang zwischen der Ausbeutung von vorhandenen Ressourcen und wachsender Armut und Hunger.

Öffentliche Einrichtungen stossen längst an ihre Grenzen. So wird in den Schulen bereits heute die angestrebte Schülerzahl von 60 Schülern pro Lehrer bei weitem überschritten und liegt im Landesdurchschnitt bei über 100. In den meisten Krankenhäusern mangelt es heute schon an qualifiziertem medizinischen Personal, insbesondere an Ärzten.